Der Leitfaden gibt Hinweise darauf, auf was man zum Beispiel beim Netzanschluss der Agri-PV-Anlage achten muss. (Foto: Imago-Images)

Erfolgreicher zur Agri-PV-Anlage

Anwohner stehen Solarmodulen auf Wiesen und Feldern positiv gegenüber. Forscher erklären im Video die Genehmigung von Agri-PV-Anlagen.

Am Technologie- und Förderzentrum (TFZ) in Straubing begleiteten Wissenschaftler:innen den Planungs- und Genehmigungsprozess zweier Agri-PV-Anlagen in Bayern. „Um Interessierten den Einstieg zu erleichtern, haben wir ein Erklärvideo und einen Leitfaden zum Planungs- und Genehmigungsverfahren von Agri-PV-Anlagen erarbeitet“, so Malte Stöppler, Wissenschaftlicher Mitarbeiter am TFZ. Das Erklärvideo dient als Einstieg ins Thema. Am Beispiel der fiktiven Landwirtsfamilie Ebert werden die einzelnen Schritte eines Planungs- und Genehmigungsprozesses von Agri-PV-Anlagen gezeigt. Dem Video ist ein Leitfaden angeschlossen, welcher in detaillierter Form das Verfahren beschreibt. So enthält er auch eine Checkliste, an der sich die Interessierten orientieren können. „Damit hat man einen Grundstock an Informationen, um die Planung konkret angehen zu können“, führt Stöppler weiter aus.

In einer Umfrage mit den Anwohnern zeigte sich, dass sie den Anlagen positiv gegenüberstehen. Im Vergleich zu PV-Freiflächenanlagen schnitten die Agri-PV-Anlagen besser ab. Als Grund nannten die Befragten zum Beispiel, dass landwirtschaftliche Flächen erhalten bleiben. Wie sich in der Umfrage zeigte, könnte die Akzeptanz weiter gesteigert werden, wenn die umliegende Bevölkerung den erzeugten Strom direkt beziehen könnte.

Die Wissenschaftler:innen beobachten auch noch, wie sich die Agri-PV-Anlagen auf die Biodiversität auswirken: „Wir untersuchen, ob sich Einflüsse der Anlagen auf Flug- und Bodeninsekten nachweisen lassen“, erklärt Stöppler. Dazu kooperiert das TFZ mit der Bayerischen Landesanstalt für Landwirtschaft (LfL-IAB). Bereits vor dem Aufbau der Anlagen untersuchten Wissenschaftler:innen die Flora und Fauna auf den Projektflächen. Auf diese Weise ist eine Datengrundlage vorhanden, um künftig Veränderungen, zum Beispiel bei der Insektenvielfalt, feststellen zu können.

 

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