Wie oft kommen Milchkühe auf die Weide? Das wollen Berater:innen wissen, um mehr Weidegang zu ermöglichen.(Foto: Bioland-Archiv)

Umfrage zum Weidegang

Die Auslegung der Weidevorgaben in der EU-Öko-Verordnung ändert sich in Deutschland. Forscher:innen ermitteln zunächst den aktuellen Stand.

Auf Initiative der EU ändern sich voraussichtlich die Vorgaben für Weidehaltung für Öko-Milchviehbetriebe. Darum will das Landwirtschaftliche Zentrum für Rinderhaltung, Grünlandwirtschaft, Milchwirtschaft, Wild und Fischerei Baden-Württemberg (LAZBW) mit einer Umfrage die aktuellen Strukturen der milcherzeugenden Betriebe bezüglich Weidegang zu erfassen. Die Beantwortung dauert etwa 15 Minuten. Zur Teilnahme sind sowohl ökologische als auch konventionelle Betriebe mit und ohne Weidegang aufgerufen, um ein möglichst umfassendes Bild zu erhalten. Der Bayerische Rundfunk hat Anfang Mai darüber berichtet, dass Bio-Betriebe künftig gefordert sind, ihre Tiere auf die Weide zu lassen.

Alle rinderhaltenden Betriebe müssen ihre Praxis bezüglich Weidegang prüfen und einige werden zukünftig ihren Tieren mehr Weidegang anbieten müssen. Die Umfrageergebnisse bilden die Basis, um anschließend die Betriebe bei der Umsetzung oder Anpassung an neue Anforderungen gezielt zu unterstützen. Darum hoffen die Milchviehexpert:innen der LAZBW auf viele Teilnehmende – egal ob ökologisch oder konventionell wirtschaftend.

Denn die Expert:innen wollen auch wissen, warum bisher kein oder wenig Weidegang umgesetzt wird. Die Berater:innen interessieren sich besonders für Betriebe mit Weidemelktechnik.

Die Umfrage erfolgt im Rahmen des Projektes "Mehr Weide für Öko-Kühe (WeidÖQ)", gefördert vom Ministerium für Wissenschaft, Forschung und Kunst Baden-Württemberg. Das Landwirtschaftlichen Zentrum Baden-Württemberg in Aulendorf (LAZBW) führt das Projekt durch.
 

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